| Berghof 112 83734 Hausham |
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| G.v.Werdenbergstr.6 89344 Aislingen Tel/Fax: 09075/701338 |
Da nicht immer gekocht wird wenn die Sonne scheint, sondern nur in einem engen Zeitbereich vor den Mahlzeiten, wird die Installation eines Scheffler-Spiegels für den Benutzer wesentlich attraktiver wenn damit auch der Heisswasserbedarf der Familie gedeckt werden kann.
Das Hitzeregulierschild des 2 m² Scheffler-Kochers ist doppelwandig als
Receiver ausgeführt und von Wasser durchflossen.
Über 2 temperaturbeständige
Silikonschläuche mit 10 mm Innendurchmesser ( 1 mm Wandstärke ) wird kühleres
Wasser unten am Schild zugeführt und das erhitzte Wasser dann oben
abgeleitet.
Im Haus ist ein 50 lit. fassender isolierter Edelstahltank ( 38 cm
Durchmesser, 50 cm hoch ). Etwa 4 cm über dem Boden fliesst das kühlere Wasser
heraus, ca. in der Mitte strömt das erhitzte Wasser wieder zurück.
Der
Tankboden ist höher als die Oberkante des Receivers, so dass die notwendige
Strömung alleine durch Thermosyphon zustande kommt.
ohne Isolierung |
mit Isolierung |
Der Flusswiderstand in den Schläuchen ist so, dass 15° kaltes Wasser bei einem Durchlauf schon auf 60° bis 70° Celsius aufgeheizt wird. Ist das gesamte Tankwasser einmal durchgelaufen, strömt schon 60° bis 70° Celsius heisses Wasser in den Receiver ein, und wird erhitzt bis es kocht und sich Dampfblasen bilden. Diese bewegen sich in der aufsteigenden Heisswasserleitung sehr schnell nach oben, und reissen das Wasser in der Leitung mit ( wie bei einer Kaffeemaschine ). Das Wasser strömt nun schneller und erreicht mit ca. 100° C den Tank.
Der 50 Liter fassende Tank kann unabhängig von einer Wasserleitung betrieben
werden und ist drucklos. Wasser wird über eine oben in die Tankisolierung
integrierte Schüssel nachgefüllt. Vom Schüsselboden geht die Nachfüllleitung
durch den Tankdeckel bis zum Tankboden. Dort endet sie in einen Diffusor, damit
das strömende Wasser nicht die Temperaturschichtung verwirbelt. Das verdrängte
Luftvolumen entweicht über eine Enlüftungsleitung im Deckel.
Der momentane
Wasserstand wird an einem durchsichtigen Schlauch aussen an der Isolierung
abgelesen.
Das in den Tank fliessende heisse Wasser wird im Tankinneren mit einem
weiteren flexiblen Silikonschlauch knapp unter die Wasseroberfläche geleitet,
unabhängig vom momentanten Wasserstand. Das Schlauchende hängt dazu an einem
Schwimmer. So mischt sich das einströmende Heisswasser nicht mit dem kühleren
Tankinhalt.
Die Entnahme erfolgt ebenfalls knapp unter der Wasseroberfläche
( mit Hilfe des gleichen Schwimmers ), so dass das Brauchwasser immer die
maximale Temperatur hat.
Wird Wasser über 65° C erhitzt, so fällt Kalk aus, der sich an Gefässwänden und in den Leitungen absetzt. Da alle Leitungen aus flexiblen Silikonschlauch bestehen, lösen sich die Ablagerungen bei leichtem Durchkneten des Schlauchs. Der Tank hat einen grossen Schraubdeckel, so dass das Innere leicht von Zeit zu Zeit gereinigt werden kann. Der Receiver kann leicht von den Schläuchen abgezogen und mit Säure ( er besteht aus Edelstahl ) entkalkt werden. Dickere Ablagerungen zerbbrechen von alleine durch die thermischen Spannungen bei der Erhitzung im Focus, und konnen als Brösel herrausgeschüttelt werden. Langzeiterfahrungen zur Ablagerungsthematik sammeln wir gerade an dem bei uns installierten System.
Die Anlage ist bei uns nun seit einem Monat in Betrieb, und wir konnten an
sonnigen Tagen ( 22 Sonnentage in 32 Tagen ) den gesamten Warmwasserbedarf (
Duschen, Geschirrspülen, Wäschewaschen, Heisswasser zum Kochen ) von 3 Personen
decken. Auch wenn am Wochenende bis zu 6 Leute anwesend waren, wurde das
Heisswasser nicht knapp. Das Duschen geschieht auf die gemütliche traditionelle
afrikanische oder indische Art, bei der 10 Liter 38-grädiges Wasser pro Person
schon für ein üppiges Reinigungserlebnis sorgen.
Das Heisswasser wird direkt am Tank abgezapft, so dass auch Leitungsverluste
völlig entfallen.
Sonst müssen ja oft erst 5 bis 10 Liter aus dem Hahn
rinnen, bevor endlich das Warmwasser kommt, und das bei jeder Entnahme !
Während des Tages kann es mit über 90° C entnommen werden. Am nächsten Tag,
falls die Sonne dann nicht mehr scheint, sind es immer noch 80° C bis
70°C.Isolierung
Der Speicher ist mit 10 cm Styropor und Schafwolle isoliert, und verliert in 24 h jeweils ca. ¼¼ des gespeicherten Energieinhalts. Diese relativ schnelle Abkühlung hängt mit dem geringen Volumen von nur 50 Litern zusammen.
Der Speicher bei uns im Haus wird mit mehreren Temperaturfühlern ausgestattet, einer am Boden und dann etwa alle 10 cm darüber, damit Besuchern die Temperaturschichtung vorgeführt werden kann. Auch das Aufheizen während des Tages kann dann schön verfolgt werden, wie die heisse Zone langsam nach unten grösser wird
