| Berghof 112 83734 Hausham |
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| G.v.Werdenbergstr.6 89344 Aislingen Tel/Fax: 09075/701338 |
Die Idee
In vielen Entwicklungsländern ist Energie (z.B. zum Kochen) Mangelware, während sie bei uns im Übermaß verbraucht wird.
Für eine gemeinsame Entwicklung in unserer"einen" Welt ist es sinnvoll, einen Teil unseres Wissens und unserer Güter auf eine umweltschonende Art zur Verbesserung der Energiesituation und somit des Lebensstandards in den "Entwicklungsländern" einzusetzen.
Wichtig ist auch ein Überdenken unseres eigenen Energieverbrauchs im Hinblick auf eine umweltverträgliche, dauerhafte Energieversorgung auch in den "entwickelten" Ländern.
Nur so kann eine hohe Lebensqualität für alle erreicht und auf Dauer friedlich gesichert werden.
Sonnenkocher bieten die Möglichkeit unabhängig von Gas oder Brennholz zu kochen. Beides ist im Süden teuer, manchmal teurer als die Lebensmittel selbst. Gerade in den trockenen Regionen wird es immer schwieriger, Holz zu beschaffen. Frauen und Kinder müssen zum Teil stundenlang täglich auf Holzsuche gehen. Die Nutzung der Sonne kann hier Zeit und Geld sparen und bringt, wenn an die zunehmende Versteppung vieler Gegenden gedacht wir, auch einen direkten ökologischen Vorteil.
Die "Solare Brücke" führt im In- und Ausland praktische Seminare zu solaren Technologien durch, hauptsächlich zum Bau solarer Großküchen, aber auch in Bezug auf Kleinanwendungen wie Sonnenkochkisten, SK 14, Warmwasserkollektoren, etc.
Wir unterstützen unsere Projektpartner in der "dritten Welt" mit Know How, damit selbständige Werkstätten, die von Einheimischen geleitet werden, die solaren Technologien im eigenen Land verbreiten können. Wichtig ist für uns, dass die Projekte auf lange Sicht zu "Selbstläufern" werden und weder finanzielle noch technologische Abhängigkeiten entstehen.
Natürlich sind nicht alle Projekte gleich erfolgreich. Deshalb scheint es uns sehr wichtig, daß unsere Projektpartner genügend Eigeninitiative und Motivation, die sich in Arbeitseinsatz und finanzieller Eigenbeteiligung zeigen, mit einbringen.
Wir wollen nicht als "wohlhabende Spender" aus dem Norden auftreten. Sondern wünschen uns vielmehr eine partnerschaftliche Zusammenarbeit beider Seiten.
Solare Großküchen
Für Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Universitäten haben sich die von Wolfgang Scheffler entwickelten flexiblen Fixfocus-Parabolspiegel (Schefflerspiegel) bewährt. Das Sonnenlicht, das auf die 8m² große Spiegelfläche fällt, wird unter der Kochstelle, die ins Haus integriert ist, gebündelt. Auf diese Weise wird eine Kochleistung von ca. 2,6 kW pro Reflektor erreicht (bei 900W/M2 Solarstrahlung), das genügt um für bis zu 50 Personen zu kochen.
Inzwischen wurden bereits über 200 Großküchen mit mehr als 750 Spiegeln weltweit gebaut; diese werden aus den im jeweiligen Land vorhandenen Materialien hergestellt.
| Solaröfen (solare Kochkisten) Eine von U. Oehler (Gruppe ULOG) entwickelter Sonnenofen, der vornehmlich aus Holz besteht und durch seine einfache, für jeden verständliche Konstruktionsweise besticht. Es können Temperaturen bis 150° C erreicht werden. Der Sonnenofen eignet sich zum Kochen, Backen, Garen, Wasserentkeimen u.v.m. |
| Eine Konstruktion von Dr. Ing. D. Seifert in Zusammenarbeit mit der
Berufsschul-Initiative Altöttingen (EG - Solar). Bei diesem
Reflektorkocher reflektiert ein parabolischer Spiegel die Sonnenstrahlen
auf einen im Brennpunkt befindlichen schwarzen Topf, der die Sonnenergie
absorbiert und den Ihnalt des Topfes zum kochen bringt. Dieser Kocher ist
sehr effizient und so konstruiert, dass er auf einfachste Weise
hergestellt werden kann. Es gibt bereits viele tausend SK 14 weltweit. |
Sonne in Europa
In Europa besteht ein großes noch unausgeschöpftes Potential zur Nutzung der Sonnenenergie, nicht nur im High-Tech Bereich. Wir bemühen uns zu zeigen, dass solares Kochen nicht eine "Dritte Welt-Technologie" ist, sondern auch bei uns die Möglichkeit der realen Anwendung besteht. Aus diesen Gründen informiert die "Solare Brücke" durch Vorträge und praktische Vorführungen in Schulen, Vereinen, auf Messen etc. über die technisch einfache und doch effiziente Nutzung der Sonne in unseren Breiten (solares Kochen mit Parabolspiegeln, Sonnenöfen, Warmwasseraufbereitung).
Dazu setzen wir unter anderem unsere mobile Solarküche ein. Sie dient als energieautarke Verpflegungsei heit für (Feste, Messen, Projekttage an Schulen, etc., mit der die Funktionsweise des solaren Kochens auf unterschiedliche Weise anschaulich demonstriert werden kann.
Selbstverständlich wird die "rollende Sonnenküche", um möglichst breiten Einsatz zu finden, an Interessenten vermietet. Die Kapazität reicht aus um für 20 - 30 Personen komplett zu kochen und zu backen.
Entwicklungsarbeit| Für den Erfolg des Solaren Kochens ist es von entscheidender
Bedeutung, den Bedienkomfort weiter zu erhöhen und an die Bedürfnisse der
Benutzer anzupassen. Außerdem besteht der Bedarf die bisher vorhandenen
Speichermöglichkeiten zu verbessern und zu erweitern. Zur Zeit arbeitet
die "Solare Brücke" auch an der Serienreife eines Scheffler-Kochers
mit 800W Leistung, der speziell für den Gebrauch in Europa konzipiert
ist. Prototypen sind bereits im Einsatz |
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Projektbeispiel
Deepak und Shirin Gadhia konnten in ihrem Ökozentrum im indischen Staat Gujarat eine Werkstatt einrichten, die solare Großküchen und SK 14 herstellt und installiert. Mehrjährige Unterstützung durch die Solare Brücke und ihre Partnerorganisationen Ulog, Globosol und EG-Solar haben geholfen einen mittelständischen Betrieb mit mehreren Angestellten aufzubauen, der mit steigender Nachfrage voll ausgelastet ist. So wurde z.B. in Mont Abu (Radjastan) eine Großküche in einem Yoga-Zentrum mit 24 Parabolspiegeln ausgestattet, die nun ca. 1000 Studenten solar versorgt. Die Spiegel befinden sich auf dem Dach des Gebäudes und erzeugen heißen Dampf, der in die Töpfe der Großküche geleitet wird. Die Betreiber dieser Anlage (Brahma Kumaris) haben in Abu Road aus eigener Kraft mit begleitender technischer Unterstützung der "Solaren Brücke" eine weitere solche Anlage mit 84 Spiegeln errichtet, die für 18.000 Personen kocht. Täglich werden ca. 3000 kg Dampf solar erzeugt. Inzwischen sind mehrere weitere Dampfküchen von verschiedenen Werkstätten hergestellt, entstanden.