Vor 25 Jahren begann Dipl. Phys. Wolfgang Scheffler mit der Entwicklung seiner Fix Focus Parabolspiegel für Gemeinschaftsküchen. Später, als die Technologie in Indien langsam Erfolg hatte, bürgerte sich dort der Name Scheffler Reflektor ein. Zunächst arbeitete W.Scheffler viele Jahre in kleinen Hilfsprojekten in Kenia, um die Reflektoren unter realen Bedingungen zu bauen und am Feedback der Nutzer orientiert zu verbessern. Seit 1990 ist er hauptsächlich in Indien aktiv. Dort stießen seine Ideen auf Zustimmung von Umweltschützern, Sozialarbeitern und religiösen Institutionen.

Die Reflektoren wurden ursprünglich zum direkten Kochen entworfen, d.h. im Brennpunkt steht – integriert in einen Herd innerhalb des Küchengebäudes- ein Topf. Ermöglicht wird dies durch ein einzigartiges Design: der gesamte Reflektor ist Formflexibel. Er wird sowohl der Tageszeit entsprechend durch automatisiertes Drehen auf die Sonne ausgerichtet, als auch durch Kippen und Verbiegen dem jahreszeitlich variierenden Sonnestand angepasst.

Trotz dieses komplexen Konzepts gelang es W.Scheffler die Reflektoren in der Praxis so zu gestalten, dass sie mit überall verfügbaren Materialien in einfachen Werkstätten gebaut werden können.

Nutzer der 8m² großen Reflektoren waren zunächst kleine Institutionen wie Waisenhäuser und Schulküchen. Inzwischen sind auch andere Anwendungen erprobt. Als 1997 die erste Großküche für 1000 Personen in Mt Abu in Betrieb ging war in Indien der Durchbruch dieser Technologie nicht mehr aufzuhalten. Mittlerweile gibt es dort eine ganze Reihe von großen Institutionen die mit Scheffler Reflektoren Dampf erzeugen und mit diesem Dampf für bis zu 20 000 Personen täglich kochen. Die Größe der einzelnen Reflektoren stieg von 8m² auf 10, 12,6 und 16m². Durch die Möglichkeit der Dampferzeugung wurden die Reflektoren auch für industrielle Anwender interessant. Der Dampf kann als Prozesswärme für eine Vielzahl von Applikationen eingesetzt werden. In Krankenhäusern können Autoklaven betrieben werden, kommerzielle Wäschereien werden versorgt, Lebensmittelindustrie und Maschinenbau nutzen den Solardampf. Hauptinteresse der Großanwender ist natürlich die Ersparnis von fossilem Brennstoff für ihre konventionellen Boiler. Bisher wurden weltweit ca. 2000 Reflektoren gebaut. Die meisten davon in Indien. Inzwischen steigt auch das Interesse an kleinen Reflektoren von 2 und 2,7m² für die Nutzung in Familien.m,

Genauere Informationen zur Technik etc. gibt es unter www.solare-bruecke.org

Seit 1996 arbeitet Wolfgang Scheffler zusammen mit Heike Hoedt an der Verbreitung der Technologie. Ihre Arbeit geht von der Grundannahme aus, dass zum Erreichen verbesserter Lebensverhältnisse Energie nötig ist und es ein starkes globales Ungleichgewicht beim Zugang zu Energie gibt. Die Scheffler Reflektoren haben, indem sie lokal herstellbar sind, das Potenzial in südlichen Ländern durch Eigeninitiative der Menschen zu einer umweltverträglichen, dezentralen Energieversorgung beizutragen. Ein wichtiger Aspekt ist, dass Scheffler seine Erfindung nicht patentieren ließ, damit sie frei zur Verfügung steht wo auch immer sie nutzbringend eingesetzt werden kann.

Scheffler und Hoedt arbeiten mit privaten Initiativen und verschiedene gemeinnützigen Vereinen zusammen. Besonders die Solare Brücke e.V. hat diese Arbeit seit vielen Jahren stark unterstützt. Schwerpunkte sind Entwicklung und die Weitergabe von Wissen an unabhängige lokale Projektpartner. Wolfgang Scheffler widmet sich hauptsächlich der Betreuung von Partnern in Indien und entwickelt gemeinsam mit diesen die Reflektoren und deren Anwendungen weiter. Kurse und die Betreuung von Projekten in anderen Ländern führt meist Heike Hoedt durch. Zur Zeit ist sie intensiv in Afghanistan tätig.

25 years ago physicist Wolfgang Scheffler started developing the Fix Focus Parabolic Reflector for Community Kitchens. Later, when the technology started to gain some success in India, the name Scheffler Reflector became more common. First W.Scheffler worked in aid projects in Kenya for many years, to construct the reflectors under realistic conditions and to improve them with the feed back of their users. Since 1990 he mostly works in India. There his ideas were picked up by environmentalists, social workers and religious institutions.
The reflectors were initially designed for direct cooking: a cooking pot, integrated into a stove inside a kitchen building, is directly heated by the focal point.  A unique design makes it possible: the whole reflector is flexible. It is adjusted to the suns seasonal position by tilting and deforming the reflector itself. Additionally it is oriented according to the time of the day, following the sun through automatic rotation. Despite this complex concept, Scheffler managed to design the reflectors in such a way that they can be manufactured in simple workshops with materials available everywhere on the planet.

The first users of the 8m² big reflectors were small institutions like orphanages and school kitchens. Meanwhile other applications have been added. The breakthrough of this technology in India came when the first canteen kitchen for 1000 people started operating in 1997 in Mt Abu. By now a whole lot of big institutions uses Scheffler Reflector to create steam for cooking for up to 20 000 people daily. The size of the individual reflectors has increased from 8m² to10m², 12,6m² and 16m². Through the possibility of steam production they got interesting for industrial users. The steam can be used as process heat for a number of applications. Hospitals use it for autoclaving, commercial laundries, food industries and mechanical engineering companies use it. Main interest of those large scale users is of course saving fuel of their conventional boilers. Until now about 2000 Scheffler Reflectors have been built world wide. Most of them in India. Meanwhile interest in small reflectors of 2 und 2,7m² size for the use in families is rising.

More information about the technology is found at www.solare-bruecke.org

 

Since 1996 Wolfgang Scheffler works together with Heike Hoedt disseminating this technology. Their work is based on the assumption that energy is necessary to obtain better living conditions and that there is a strong global imbalance in access to energy. Because the reflectors can be manufactured locally anywhere, they contain a potential for people in southern countries to contribute with their own initiative to their own decentralized and eco-friendly energy supply. An important aspect is that Scheffler did not patent his inventions so that they would be available wherever they could be beneficial.

 

Scheffler and Hoedt work with private initiatives and different non-profit associations. Especially Solare Brücke e.V. has supported their work strongly for many years now. Their emphasis is development and transfer of knowledge to independent local project partners. Wolfgang Scheffler mainly devotes his time to further develop the reflectors and applications together with partners in India. Courses and mentoring projects in other countries are mostly done by Heike Hoedt. Recently she works intensely in Afghanistan. Besides that her focus is on documenting technical developments and making them available for common use.