| Tages-Hitzespeicher für einen konzentrierenden Solarkocher |
| Dr. Michael Götz, cuisine.solaire@suisse.org Institut : Centre Neuchâtelois de cuisine solaire / ULOG Suisse Romande, www.cuisinesolaire.com |
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| Zusammenfassung Zwei Hitzespeicher für automatische solare Parabolspiegelkocher wurden hergestellt und getestet. Der eine besteht aus Aluminium und speichert die sensible Wärme, der zweite ist mit Zinn gefüllt und speichert zudem die latente Wärme des Phasenübergangs (fest-flüssig). 1. Ziele 2. Ausgeführte Arbeiten und erzielte Resultate |
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Der Vergleich zeigt, dass beim Zinnspeicher ein viel höherer Anteil der Energie im interessanten mittleren Temperaturbereich (blau) gespeichert wird. Der rote untere Bereich ist zum Kochen verloren, der graue obere Bereich mit grossen Wärmeverlusten verbunden. |
| Ein Beispiel: Bei vollem Sonnenschein im Sommer ist der Zinnspeicher schon nach ¾ Stunden einsatzbereit, er speichert gut ¾ Stunden Sonnenenergie im Phasenübergang und gut 5/4 Stunden Sonnenenergie in seiner Masse. Die im Phasenübergang gespeicherte Energie kann knapp 5 Liter Wasser zum Kochen bringen, die in der Masse gespeicherte bringt knapp 6 Liter Wasser zum Kochen. Der Aluminiumspeicher braucht im gleichen Fall 1 3/4 Stunden bis zur Einsatzbereitschaft, danach speichert er gut 3 Stunden Sonnenenergie in seiner Masse und könnte damit 14 Liter Wasser zum Kochen bringen. |
| Die beiden Speicher wurden im Gebrauch (als Solar-Crêperie und als Kochherd) getestet und dabei der Temperaturverlauf im Speicher und in der Herdplatte aufgezeichnet. Aus diesen Messungen wurden die typischen Heiz- und Verlustleistungen bestimmt. Diese entsprachen den errechneten Werten. Das folgende Beispiel zeigt den Einsatz der Crêperie am 2.8.02 am Festival ‘Hors-Tribu’ in Môtiers. Das Wetter war wechselhaft. Bei diesen Bedingungen war der Zinnspeicher um 12 Uhr betriebsbereit, während der Aluminiumspeicher erst nach 17 Uhr benützt werden konnte. In der Grafik zeigt die etwas tiefer liegende Kurve jeweils die Temperatur der Herdplatte, die etwas höher liegenden zeigen die Temperaturen in der Mitte und unten im Speicher. Das Backen jeder Crêpe ist im Verlauf der Herdplattentemperatur durch einen kurzfristigen Temperaturrückgang sichtbar ! Die Temperatur in der Mitte des Zinnspeichers blieb lange Zeit stabil bei 230°C, das Zinn war dann teilweise fest, teilweise flüssig. Auf dem Zinnspeicher wurden an diesem Tag ca. 40 Crêpes gebacken, auf dem Aluminium-speicher knapp 20. |
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| Temperaturverlauf der beiden Speicher am 2.8.02 in Môtiers. (Zeitachse bis 15h30 leicht gestreckt). |
| Beide Speicher haben sich im Einsatz bewährt. Der Latentwärmespeicher war dem Aluminiumspeicher überlegen; der Einsatz eines Metalles anstelle eines Salzgemisches war dabei trotz höherem Preis und Gewicht sinnvoll. Der Gebrauch der Speicher in der Crêperie verlief problemlos. Der Einsatz als Kochherd funktionierte relativ gut, nur der etwas langsame Wärmeübergang zwischen Platte und Kochtopf störte etwas. Negativpunkte sind das hohe Gewicht, das einen mobilen Einsatz kompliziert und der noch zu hohe Preis des Speichers. 4. Transfer 5. Zukunftsaussichten Längerfristig ist auch eine Luxusversion denkbar, bei der der Speicher im Innern des Hauses liegt (im Design einem normalen Herd nachempfunden) und durch ein Loch in der Hauswand vom aussen liegenden Reflektor geheizt wird. 6. Publikationen 'The 'solar crêperie' - Promotion of Solar Cooking by Selling Pancakes', Michael Götz, Paper presented at the 'Encuentro Solar 2002' in Benicarlo, Spain in June 2002 |
| Zum Runterladen: Vollversion des Berichts von Michael Götz "Tages-Hitzespeicher für einen konzentrierenden Solarkocher" (1,5 MB pdf) |